Aargauischer Fussballverband

Gianluca Pasanisi (FC Koblenz)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach zwei denkbar knappen Niederlagen gegen Klingnau und die Eagles Aarau zum Rückrunden-Auftakt konnte der FC Koblenz im Duell mit Abstiegskonkurrent Spreitenbach endlich den ersten Sieg im Jahr 2018 einfahren. Seit der Rückrunde an der Seitenlinie steht Trainer Gianluca Pasanisi, der im Winter vom Zürcher Zweitligisten FC Rafzerfeld zu den Koblenzern stiess und sich nach dem 1:0-Erfolg seiner Mannschaft in Spreitenbach den «drei ???» stellte.

1. Gianluca Pasanisi, weshalb haben Sie sich im Winter für das Engagement beim FC Koblenz entschieden?
Weil ich Herausforderungen liebe. Ich hatte auch andere Angebote auf dem Tisch, doch zum einen hat mich die schwierige Ausganslage, in der sich der FC Koblenz befand und immer noch befindet, enorm gereizt. Zum anderen wohne ich in Endingen sehr in der Nähe von Koblenz, was die Lebensqualität natürlich markant erhöht. Bei meinem Amtsantritt habe ich mir erstmal ein Bild der Mannschaft gemacht und versucht, meine Spielphilosophie dem Team zu vermitteln. Weiter wurde von der Vereinsführung gewünscht, dass wir uns, was die Disziplin anbelangt, verbessern und es nicht mehr so weitergeht wie teilweise in der Vorrunde. Dies habe ich mit der Mannschaft thematisiert und wir haben gewisse Punkte in einer Art «Verhaltenskodex» schriftlich festgehalten, den jeder Spieler unterschreiben musste. Dieser Kodex schreibt vor, wie man sich gegenüber Gegenspielern, Zuschauern, Schiedsrichtern und auch der Presse zu verhalten hat. Schliesslich ist es für alle Beteiligten ein Hobby, das Spass machen soll.

2. Wie sind Sie mit den Auftritten Ihrer Mannschaft in den ersten 3 Rückrunden-Partien zufrieden?
Gerade was das Disziplinarische anbelangt, bin ich doch sehr zufrieden. Sportlich gesehen haben wir im ersten Spiel gegen ein starkes Klingnau generell gut mitgehalten und leider knapp verloren, trotzdem konnte man mit dem Auftritt zufrieden sein. Dann gegen die Eagles zeigten wir eine super erste Halbzeit und führten 2:0, wobei der favorisierte Gegner aus Aarau wohl am meisten überrascht war. Wir haben dann leider noch unglücklich 2:3 verloren, doch dass die Eagles fussballerisch hervorragend sind, ist ja allgemein bekannt. Beim 1:0 in Spreitenbach war ich dann vor allem mit der kämpferischen Leistung des Teams sehr zufrieden, spielerisch können wir uns weiter verbessern, aber wir werden hart daran arbeiten.

3. Sie werden morgen im Heimspiel gegen den FC Mutschellen nicht an der Seitenlinie stehen – aus welchem Grund?
Sie erreichen mich gerade in einem viertägigen Kurzurlaub mit meiner Familie in Österreich (lacht). Ich habe aber vollstes Vertrauen in meine gesamte Truppe, dass sie gegen Mutschellen ein tolles Spiel abliefern wird. Ich werde während dem Spiel bestimmt per Whats-App-Liveticker auf dem Laufenden gehalten (schmunzelt).
 

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24.08.2018

Hattrick

Trailer "Kicker Talents"

07.11.2018

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten! In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 366 Mal im Netz, was im Schnitt ziemlich genau 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der überragende FC Kölliken zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter lauern aber 4 Teams innerhalb von 3 Zählern auf Ausrutscher der Kölliker – mitten im «Konzert der Grossen» spielt auch der verblüffende Aufsteiger aus Niederwil mit! Auch um den ominösen Strich liegt weiter alles ziemlich nahe beisammen. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur Hinrunde aus?
Meine persönliche Bilanz fällt aus sportlicher Sicht äusserst positiv aus. Ich konnte sehr vielen spannenden und hochstehenden Spielen beiwohnen. Für mich ist es zudem stets wichtig, dass die Spieler gesund durch die Saison kommen und dies ist bis auf wenige Ausnahmen auch den meisten gelungen. In der abgelaufenen Vorrunde hat uns natürlich auch der Wettergott in die Karten gespielt! Für jeden Fussballer ist es schöner, bei guten Terrainverhältnissen spielen und trainieren zu können und auch für uns Zuschauer ist es kein Nachteil (schmunzelt).

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Für viele Experten ist die Tabellenführung des FC Kölliken möglicherweise gar keine grosse Überraschung, da sich die Mannschaft mit «grossen Namen» verstärkt hat. Wer jedoch selber mal Spieler oder Trainer war, weiss, dass Namen alleine noch keine Garantie für Erfolg sind und es enorm wichtig ist, solche Spieler auch führen zu können. Dies macht Marco Wüst offenbar richtig gut, denn das gute Abschneiden dieser Vorrunde nur mit der hohen Qualität der Einzelspieler zu erklären ist mir dann doch zu einfach. Persönlich habe ich jedes Team mindestens zweimal spielen sehen und mir haben vor allem der FC Mutschellen und der FC Niederwil imponiert. In beiden Fällen zeigt sich eindrücklich, dass sich Kontinuität irgendwann mal auszahlt und deshalb kommen für mich die guten Leistungen dieser beiden Vereine keinesfalls überraschend. Doch etwas überraschend ist für mich die Spielweise von Suhr: Sie spielen möglicherweise den attraktivsten Fussball und hätten sie nicht einige klare Führungen zum Schluss noch aus der Hand gegeben, so wäre der Abstand zur Spitze viel kleiner. Für mich ist es zudem eine Überraschung, dass von den fünf Erstplatzierten in der Meisterschaft mit dem FC Klingnau nur ein Team im Viertelfinal des Axpo Aargauer Cups überwintern kann.                                                                        

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Natürlich wünscht man sich als WK-Präsident immer wieder Spannung an der Spitze und auch am ominösen Strich, doch für mich ist es viel wichtiger, dass die Spiele fair und ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen. Dafür verantwortlich sind wir Verbands-Funktionäre, die Schiedsrichter und in erster Linie die Akteure auf und neben dem Spielfeld. Hier wünsche ich mir vonseiten der Spieler und Trainer, trotz allen Emotionen, etwas mehr Gelassenheit und Verständnis gegenüber den Schiedsrichtern. Einige werden sich jetzt wohl denken: «Der Granzotto war ja als Spieler und Trainer auch nicht immer ein Heiliger und jetzt redet er solches Zeugs!» Jene haben vielleicht gar nicht mal ganz so unrecht, und doch betrachte ich das Ganze heute halt aus einer etwas anderen Optik. Schlussendlich sitzen wir aber alle im selben Boot und deshalb wünsche ich mir, dass die Menschen wieder mit etwas mehr Respekt miteinander umgehen würden… Nicht nur im Fussball!

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

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27.05.2014

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