Aargauischer Fussballverband

Roger Werthmüller (FC Kölliken)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Letzte Saison noch bis zuletzt in den Abstiegskampf verwickelt, hat der FC Kölliken einen Traumstart hingelegt und aus den ersten 3 Saisonspielen das Punktemaximum geholt. Auch im Derby gegen Cupsieger Gränichen gaben sich die Kölliker keine Blösse und siegten diskussionslos mit 5:2. Vize-Captain und Urgestein Roger Werthmüller, der ältere Bruder von Captain Marco, trägt abgesehen von einem dreijährigen Gastspiel beim SC Schöftland seit 1994 das FCK-Trikot und stellte sich den «drei ???».

1. Roger Werthmüller, 3 Spiele, 9 Punkte – weshalb läuft es beim FC Kölliken derzeit so rund?

Den Grundstein dafür haben wir sicherlich bereits in der vergangenen Winterpause mit harter Arbeit gelegt, die uns schlussendlich dank einer starken Aufholjagd in der Rückrunde den angestrebten Ligaerhalt beschert hat. Diesen Schwung konnten wir über die Sommerpause in die neue Saison mitnehmen und uns zudem gezielt verstärken. Die Kaderbreite mit enorm hoher Qualität hat zu diesem äusserst erfolgreichen Saisonstart geführt.

2. Welchen Anteil am derzeitigen Hoch hat Rückkehrer Albert Marku, der mit bereits 7 Saisontoren die Torschützenliste alleine anführt und gegen Gränichen dreimal einnetzte?
Albert hat einen riesigen Anteil. Das zeigt alleine seine schier schon unheimliche Erfolgsquote mit aktuell mehr als 2 Toren pro Spiel. Er zeichnet sich aber nicht nur als Torschütze aus, sondern glänzt auch mit Assists und arbeitet viel für die Mannschaft. Er brauchte auch keine grosse Eingewöhnungszeit, da er ja von 2014 bis 2016 bereits für uns spielte sowie Mannschaft und Umfeld bestens kennt. Dies war einer der Beweggründe, dass Albert zurückkehrte. Er hat die Fähigkeit, mit seinem fast schon unbändigen Ehrgeiz die gesamte Mannschaft mitzureissen.

3. Der FC Kölliken tritt derzeit äusserst souverän und gefestigt auf – wohin soll die Reise diese Saison noch hingehen?
Wir treten in der Tat sehr gefestigt auf, was wie gesagt auch auf die erfolgreiche abgelaufenen Rückrunde und die gezielten Verstärkungen in der Sommerpause zurückzuführen ist. Der souveräne Startsieg gegen Spreitenbach hat unser sowieso schon grosses Selbstvertrauen nochmals gestärkt. Man wird sehen, wohin die Reise gehen wird. Wir wollen nun so lange wie möglich auf dieser Erfolgswelle weiterreiten und in erster Linie letztendlich besser abschneiden als letzte Saison. Es sind jedoch erst 3 von 26 Spielen absolviert, es ist noch ein weiter Weg. Zudem ist natürlich der Cupsieg für jeden Regionalfussballer immer ein Ziel. Ich weiss wie es ist, schliesslich durfte ich die Trophäe mit Kölliken 2005 und 2006 zweimal in Folge in die Höhe stemmen.

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24.08.2018

Hattrick

Trailer "Kicker Talents"

07.11.2018

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten! In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 366 Mal im Netz, was im Schnitt ziemlich genau 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der überragende FC Kölliken zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter lauern aber 4 Teams innerhalb von 3 Zählern auf Ausrutscher der Kölliker – mitten im «Konzert der Grossen» spielt auch der verblüffende Aufsteiger aus Niederwil mit! Auch um den ominösen Strich liegt weiter alles ziemlich nahe beisammen. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur Hinrunde aus?
Meine persönliche Bilanz fällt aus sportlicher Sicht äusserst positiv aus. Ich konnte sehr vielen spannenden und hochstehenden Spielen beiwohnen. Für mich ist es zudem stets wichtig, dass die Spieler gesund durch die Saison kommen und dies ist bis auf wenige Ausnahmen auch den meisten gelungen. In der abgelaufenen Vorrunde hat uns natürlich auch der Wettergott in die Karten gespielt! Für jeden Fussballer ist es schöner, bei guten Terrainverhältnissen spielen und trainieren zu können und auch für uns Zuschauer ist es kein Nachteil (schmunzelt).

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Für viele Experten ist die Tabellenführung des FC Kölliken möglicherweise gar keine grosse Überraschung, da sich die Mannschaft mit «grossen Namen» verstärkt hat. Wer jedoch selber mal Spieler oder Trainer war, weiss, dass Namen alleine noch keine Garantie für Erfolg sind und es enorm wichtig ist, solche Spieler auch führen zu können. Dies macht Marco Wüst offenbar richtig gut, denn das gute Abschneiden dieser Vorrunde nur mit der hohen Qualität der Einzelspieler zu erklären ist mir dann doch zu einfach. Persönlich habe ich jedes Team mindestens zweimal spielen sehen und mir haben vor allem der FC Mutschellen und der FC Niederwil imponiert. In beiden Fällen zeigt sich eindrücklich, dass sich Kontinuität irgendwann mal auszahlt und deshalb kommen für mich die guten Leistungen dieser beiden Vereine keinesfalls überraschend. Doch etwas überraschend ist für mich die Spielweise von Suhr: Sie spielen möglicherweise den attraktivsten Fussball und hätten sie nicht einige klare Führungen zum Schluss noch aus der Hand gegeben, so wäre der Abstand zur Spitze viel kleiner. Für mich ist es zudem eine Überraschung, dass von den fünf Erstplatzierten in der Meisterschaft mit dem FC Klingnau nur ein Team im Viertelfinal des Axpo Aargauer Cups überwintern kann.                                                                        

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Natürlich wünscht man sich als WK-Präsident immer wieder Spannung an der Spitze und auch am ominösen Strich, doch für mich ist es viel wichtiger, dass die Spiele fair und ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen. Dafür verantwortlich sind wir Verbands-Funktionäre, die Schiedsrichter und in erster Linie die Akteure auf und neben dem Spielfeld. Hier wünsche ich mir vonseiten der Spieler und Trainer, trotz allen Emotionen, etwas mehr Gelassenheit und Verständnis gegenüber den Schiedsrichtern. Einige werden sich jetzt wohl denken: «Der Granzotto war ja als Spieler und Trainer auch nicht immer ein Heiliger und jetzt redet er solches Zeugs!» Jene haben vielleicht gar nicht mal ganz so unrecht, und doch betrachte ich das Ganze heute halt aus einer etwas anderen Optik. Schlussendlich sitzen wir aber alle im selben Boot und deshalb wünsche ich mir, dass die Menschen wieder mit etwas mehr Respekt miteinander umgehen würden… Nicht nur im Fussball!

12.09.2018

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