Aargauischer Fussballverband

Simon Köbeli (FC Kölliken)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

1:8 und 3:7 – dies zwei Resultate des FC Kölliken in seinem wenig ruhmreichen Spätsommer. Doch im Herbst läuft es beim FCK bislang wie geschmiert und man konnte die letzten 4 Partien allesamt für sich entscheiden, was aktuell Tabellenrang 3 zur Folge hat. Simon Köbeli, bis Ende Saison 2014/15 über 5 Jahre lang Präsident der Kölliker und weiterhin Vorstandsmitglied, nennt im Rahmen der „drei ???“ unter anderem die Gründe für den herbstlichen Aufschwung.

1. Simon Köbeli, weshalb läuft es dem FCK nach doch eher harzigem Start plötzlich so rund?
Wenn man dies so genau wüsste (schmunzelt). Wir hatten ja vergangene Saison bereits eine starke Rückrunde absolviert (24 Punkte aus 13 Spielen, Anm.d.Red.) und wussten, dass die Wahrheit irgendwo zwischen der schlechten Vor- und der guten Rückrunde liegt. Eine Erklärung für den momentanen Lauf kann für mich eigentlich nur die positive Vorbereitung im vergangenen Winter sein, in der das Team sehr gut gearbeitet hat und von dieser es heute noch die Früchte ernten kann. Partien, die man früher in der Schlussphase noch verloren hätte, gewinnt man nun und ist physisch deutlich besser. Hinzu kommt natürlich das gesteigerte Selbstvertrauen, wenn man einen solchen Lauf hat wie wir momentan.

2. Was denken Sie, was ist mit diesem Team in dieser Saison noch alles möglich?
Das ist schwierig abzuschätzen, die Liga ist ein wenig eine Wundertüte und bekanntermassen kann eigentlich jeder jeden schlagen. Wir mussten hohe Niederlagen gegen Windisch und Suhr einstecken, doch die Mannschaft konnte mit Siegen gut darauf reagieren. Ich denke, die Saison im vorderen Mittelfeld abzuschliessen, wo wir aktuell klassiert sind, wäre das Maximum – an Gränichen und Schöftland noch vorbeizuziehen wird wohl nicht mehr möglich sein. Um nochmals auf unsere 4 Siege in Folge zurückzukommen: Was mich besonders erfreut, ist die Tatsache, dass wir diese 4 Siege allesamt mit unserem jungen Torwart Julian Dörfler holen konnten, welcher im vergangenen August erst 17 Jahre alt wurde. Julian war jeweils für die Cup-Partien vorgesehen, blieb nach dem Out gegen Mellingen jedoch zwischen den Pfosten und rechtfertigte das Vertrauen mit starken Leistungen.

3. Sie demissionierten im Sommer offiziell als Präsident – wie geht es nun weiter beim FCK?
Momentan sind wir ein 7-köpfiger Vorstand, in welchem jedes Mitglied sein Ressort hat und ich mich „Verantwortlicher Turniere und Anlässe“ nennen darf. Wir sind gemeinsam mit dem Vorstand und auch ein paar externen Leuten weiterhin auf der Suche nach einem neuen Präsident und hoffen, dass wir diesen im Verlauf dieser Saison finden werden. Spätestens aber auf die kommende Generalversammlung im August 2016 soll der neue starke Mann präsentiert werden können.

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24.08.2018

Hattrick

Trailer "Kicker Talents"

07.11.2018

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten! In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 366 Mal im Netz, was im Schnitt ziemlich genau 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der überragende FC Kölliken zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter lauern aber 4 Teams innerhalb von 3 Zählern auf Ausrutscher der Kölliker – mitten im «Konzert der Grossen» spielt auch der verblüffende Aufsteiger aus Niederwil mit! Auch um den ominösen Strich liegt weiter alles ziemlich nahe beisammen. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur Hinrunde aus?
Meine persönliche Bilanz fällt aus sportlicher Sicht äusserst positiv aus. Ich konnte sehr vielen spannenden und hochstehenden Spielen beiwohnen. Für mich ist es zudem stets wichtig, dass die Spieler gesund durch die Saison kommen und dies ist bis auf wenige Ausnahmen auch den meisten gelungen. In der abgelaufenen Vorrunde hat uns natürlich auch der Wettergott in die Karten gespielt! Für jeden Fussballer ist es schöner, bei guten Terrainverhältnissen spielen und trainieren zu können und auch für uns Zuschauer ist es kein Nachteil (schmunzelt).

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Für viele Experten ist die Tabellenführung des FC Kölliken möglicherweise gar keine grosse Überraschung, da sich die Mannschaft mit «grossen Namen» verstärkt hat. Wer jedoch selber mal Spieler oder Trainer war, weiss, dass Namen alleine noch keine Garantie für Erfolg sind und es enorm wichtig ist, solche Spieler auch führen zu können. Dies macht Marco Wüst offenbar richtig gut, denn das gute Abschneiden dieser Vorrunde nur mit der hohen Qualität der Einzelspieler zu erklären ist mir dann doch zu einfach. Persönlich habe ich jedes Team mindestens zweimal spielen sehen und mir haben vor allem der FC Mutschellen und der FC Niederwil imponiert. In beiden Fällen zeigt sich eindrücklich, dass sich Kontinuität irgendwann mal auszahlt und deshalb kommen für mich die guten Leistungen dieser beiden Vereine keinesfalls überraschend. Doch etwas überraschend ist für mich die Spielweise von Suhr: Sie spielen möglicherweise den attraktivsten Fussball und hätten sie nicht einige klare Führungen zum Schluss noch aus der Hand gegeben, so wäre der Abstand zur Spitze viel kleiner. Für mich ist es zudem eine Überraschung, dass von den fünf Erstplatzierten in der Meisterschaft mit dem FC Klingnau nur ein Team im Viertelfinal des Axpo Aargauer Cups überwintern kann.                                                                        

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Natürlich wünscht man sich als WK-Präsident immer wieder Spannung an der Spitze und auch am ominösen Strich, doch für mich ist es viel wichtiger, dass die Spiele fair und ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen. Dafür verantwortlich sind wir Verbands-Funktionäre, die Schiedsrichter und in erster Linie die Akteure auf und neben dem Spielfeld. Hier wünsche ich mir vonseiten der Spieler und Trainer, trotz allen Emotionen, etwas mehr Gelassenheit und Verständnis gegenüber den Schiedsrichtern. Einige werden sich jetzt wohl denken: «Der Granzotto war ja als Spieler und Trainer auch nicht immer ein Heiliger und jetzt redet er solches Zeugs!» Jene haben vielleicht gar nicht mal ganz so unrecht, und doch betrachte ich das Ganze heute halt aus einer etwas anderen Optik. Schlussendlich sitzen wir aber alle im selben Boot und deshalb wünsche ich mir, dass die Menschen wieder mit etwas mehr Respekt miteinander umgehen würden… Nicht nur im Fussball!

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

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27.05.2014

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