Aargauischer Fussballverband

Othmarsingen zieht in den Cupfinal ein!

Der FC Othmarsingen hat den FC Lenzburg mit 3:1 nach Verlängerung bezwungen und steht damit erstmals seit 2003 wieder im Endspiel des Axpo Aargauer Cup. Die Mannschaft von Trainer Beat Dünki verdiente sich die Final-Teilnahme vor 420 Zuschauern dank einer markanten Leistungssteigerung nach der Pause.

Die Verlängerung war noch keine 5 Minuten alt, da hämmerte Lenzburgs Mittelfeldstratege Radovan Radevic das Leder wuchtig von der Strafraumgrenze aufs Othmarsinger Gehäuse. Doch dessen Hüter Leandro Russo parierte das Geschoss mirakulös kerzengerade in den Othmarsinger Nachthimmel, bevor der Ball direkt in seine Hände fiel. Sollte das ein Zeichen sein, dass an diesem Abend das Pendel doch noch in Richtung FCO ausschlagen sollte? Allerdings! Denn quasi im Gegenzug schloss Othmarsingen-Stürmer Kristjan Bushaj eine schöne Kombination zur erstmaligen Führung seiner Farben ab.

In der Folge mobilisierte Lenzburg noch einmal all seine Kräfte und drückte mit Vehemenz auf den Ausgleich, doch dieser wollte trotz guter Chancen partout nicht mehr fallen, im Gegenteil: Kurz vor Ende der Verlängerung sorgte Othmarsingens Nummer 10 Albert Pjetri für die Entscheidung - dies, nachdem seine Kollegen zuvor wie ihre Lenzburger Antipoden beste Kontermöglichkeiten ausgelassen hatten. "Das hat heute viel Nerven gebraucht", konstanierte ein glücklicher FCO-Trainer Beat Dünki nach Spielschluss. "Doch der Nervenkrieg hat sich ja letztendlich gelohnt. Nun freuen wir uns auf das Highlight in Windisch!"

Dünkis Donnerwetter zur Pause
Gerade in Halbzeit 1 deutete jedoch wenig auf einen Othmarsinger Triumph hin: Zu pomadig, zu uninspriert und zu fehlerhaft agierte die Falkenmatt-Elf, deren biedere Darbietung im Führungstreffer für Lenzburg gipfelte: Nach einer guten halben Stunde und einem Zauberpass von Lenzburg-Abwehrchef Kris Ndau genau in die Schnittstelle konnte Michel Schär alleine auf Russo losziehen und überlupfte diesen zur verdienten Führung. "Ich musste in der Pause deutliche Worte wählen und wurde derart laut wie wohl seit über 10 Jahren nicht mehr", verriet Dünki. "Wir liessen in der ersten Stunde jegliche Köpersprache und den nötigen Kampfgeist vermissen." 

Dünkis Pausen-Donnerwetter schien seine Jungs wachzurütteln und so kamen sie mit Fortdauer der Partie immer besser ins Spiel, auch wenn sie das eine oder andere Mal Glücksgöttin Fortuna beanspruchen mussten und sich an der lange Zeit tadellosen Lenzburger Defensive immer wieder die Zähne ausbissen. Bis rund 10 Minuten vor Schluss, als Hajrullah Murati mittels Foulpenalty zum 1:1-Ausgleich traf - es war die Initialzündung zum Othmarsinger Schlussfurioso in der Verlängerung.

"Gegen Ende der regulären Spielzeit wachten wir endlich auf und konnten unser Spiel aufziehen", betonte Dünki. In der Tat war Othmarsingen vor allem in der Verlängerung die bessere Mannschaft und verdiente sich so letztendlich auch den Erfolg. Für Dünki und den FCO wird es nach 2003 der zweite Cupfinal der Vereinsgeschichte sein, damals zog man gegen Brugg mit 0:2 den Kürzeren. Ob es am 30. Mai in Windisch gegen den FC Mutschellen zum erstmaligen Cup-Triumph reichen wird? (Jonas Manouk)

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

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