Aargauischer Fussballverband

Lenzburg gewinnt 5. AFV-Wintermeisterschaft

Der FC Lenzburg hat die 5. AFV-Wintermeisterschaft für sich entscheiden können. Im Endspiel bezwang die Mannschaft von Trainer Igor Drmic den FC Gontenschwil dank eines Treffers kurz vor Schluss und trotz eines Feldspielers zwischen den Pfosten mit 1:0.

Manch einer dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben, als im Finalspiel zwischen Lenzburg und Gontenschwil die beiden Mannschaften das Feld betraten. Im neon-orangen Leibchen klatschte sich Kris Ndau – etatmässiger Abwehrchef der Lenzburger – mit seinem Teamkameraden ab, um sich dann auf die für ihn völlig ungewohnte Position des Torwarts zu begeben. Was war passiert? Im Halbfinal gegen den FC Suhr verletzte sich FCL-Schlussmann Michele Schneider derart am rechten grossen Zeh, dass er für den Final passen musste.

„Das gibt uns einen Motivationsschub für die Rückrunde“
„Da wir keinen Ersatztorwart dabei hatten, stellte ich mich zur Verfügung“, gab „Aushilfstorwart“ Ndau nach Schlusspfiff zu Protokoll. Zugegeben, viel hatte der gelernte Innenverteidiger nicht zu halten. „Meine Vorderleute haben mich top unterstützt. Das Dirigieren der Abwehr hat mir grossen Spass gemacht, es war für einmal etwas völlig anderes. Dass ich sogar einen Shutout feiern kann, macht die Sache natürlich umso schöner“, betonte Ndau. „Es war erneut ein toller Anlass, ich komme im Februar immer wieder gerne nach Gränichen. Sich unter Wettkampf-Bedingungen auf dieser hervorragenden Sportanlage mit anderen 2.-Liga-Teams messen zu können ist wirklich sensationell. Der Turniersieg bereitet uns natürlich grosse Freude und gibt uns einen Motivationsschub für die bevorstehende Rückrunde."

Der FC Lenzburg war in einem höhepunktarmen Endspiel der verdiente Sieger, war er doch mehrheitlich in Ballbesitz und hatte das Spielgeschehen die meiste Zeit unter Kontolle, wohingegen Gegner Gontenschwil Mühe hatte, ins Spiel zu finden und Ndau kein einziges Mal ernsthaft prüfen konnte. Der goldene Treffer für Lenzburg erzielte Enis Yavuscan kurz vor dem Ende mit einem sehenswerten Kopfball – die Gontenschwiler konnte in den Schlussminuten nicht mehr reagieren.

Spektakuläre Halbfinals
So ereignisarm das Endspiel auch war, so spektakulär präsentierten sich die beiden Halbfinals und boten den zahlreich anwesenden Zuschauern auf der Gränicher ZehnderMatte beste Unterhaltung. Vor allem der 1. Halbfinal zwischen Gontenschwil und Aarau 2 war ein offener Schlagabtausch allererster Güte, wobei die Tore wie reife Früchte fielen. Letztendlich behielten die Wynentaler dank eines Treffers von Marco Feldmann in quasi allerletzter Sekunde mit 4:3 die Oberhand.

Im anderen Halbfinal bezwang der spätere Sieger Lenzburg den FC Suhr verdient mit 3:1, der Grundstein wurde mit 3 Treffern in den ersten 20 Minuten gelegt, wobei sich Michel Schär als Doppeltorschütze feiern lassen konnte. Suhr konnte sich dank eines 3:1-Erfolgs über Aarau 2 immerhin den 3. Platz sichern. Über die ganze Finalrunde gesehen war Lenzburg klar die agilste und kombinationsstärkste Mannschaft und präsentierte sich rund einen Monat vor dem Rückrunden-Start in bestechender Frühform. Und sollte sich der aktuelle Stammkeeper Michele Schneider bis zum Auftakt gegen Niederwil nicht von seiner Zeh-Verletzungen erholen – Kris Ndau stünde sicher bereit. (Jonas Manouk)

Die Resultate der 4. AFV-Wintermeisterschaft:

Spiel um Platz 5 und 6:
FC Gränichen – FC Othmarsingen 4:2

1. Halbfinal:
FC Gontenschwil – FC Aarau 2 4:3

2. Halbfinal:
FC Lenzburg – FC Suhr 3:1

Spiel um Platz 3:
FC Suhr – FC Aarau 2 3:1

Final:
FC Lenzburg – FC Gontenschwil 1:0

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