Aargauischer Fussballverband

Weitere Impressionen 7. Aargauer Fussball-Nacht

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16.04.2019

Giuseppe Aversa (FC Oftringen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Oftringen hat einen Lauf: In den ersten 4 Partien der laufenden Rückrunde hat man bereits gleich viele Punkte gesammelt wie zuvor in allen 13 Vorrunden-Spielen zusammen, nämlich deren 8. Mit 16 Punkten auf dem Konto haben die Westaargauer mittlerweile zu den Mannschaften über dem Strich aufgeschlossen. Im Rahmen der «drei ???» spricht Trainer Giuseppe Aversa über den Aufschwung seines Teams, seinen Sohn Loris und wie man trotz des aktuellen Höhenflugs nicht abheben möchte.

1. Giuseppe Aversa, Ihrem Team läuft es 2019 richtig rund – was hat sich im Vergleich zur Vorrunde verändert?
Nach der unbefriedigenden Vorrunde gab es für uns keine Zweifel, dass im Winter Veränderungen von Nöten sein werden. Die Teamzusammensetzung und auch die Stimmung innerhalb der Gruppe war nicht mehr optimal, hie und da gab es sogar ‘böses Blut’. Deshalb haben wir einen Schnitt gemacht und uns von einigen Spielern getrennt, da wir bewusst nur noch auf solche setzen wollten, die sich zu 100 Prozent mit dem FC Oftringen identifizieren. Zudem haben wir unsere Trainingsformen etwas angepasst, was sich momentan ausbezahlt. Es sind jedoch erst 4 Partien gespielt, die ‘harten Brocken’ stehen uns erst noch bevor.

2. Ihr Sohn Loris hat beim 3:1 gegen Niederwil den letzten und vorentscheidenden Treffer beigesteuert, es war sein 1. Saisontor – wie ist es, wenn man den eigenen Sohnemann im Team hat?
Dieser Umstand ist doch sehr speziell, zumal Loris bereits vor mir unter dem damaligen Trainer Hansruedi Birrer Einsätze in der 1. Mannschaft hatte, ich stiess dann ein Jahr später dazu. Als Trainer muss man schon aufpassen, dass man mit dem eigenen Sohn nicht härter ins Gericht geht als mit anderen Spielern. Sie wundern sich nun bestimmt, da für Sie wie für viele andere die Gefahr grösser zu sein scheint, dass man den Junior besser als andere behandelt. Bei mir ist das Gegenteil der Fall, ich muss mich eher zügeln, damit ich von ihm nicht zu viel fordere. Aber in der Tat ist es eine Herausforderung für einen Vater, man sieht auch oft, dass gewisse Trainersöhne als Captain die Nummer 10 tragen und bevorzugt werden. Aber wie gesagt, meine Tendenz geht in die diametral andere Richtung. Das sieht man beispielsweise rein an seinen Spielminuten, die er erhält. Gegen Niederwil stand er aufgrund unserer aktuellen personellen Situation in der Startelf und hat seine Sache durchaus ansprechend gemacht.

3. Am Mittwoch kommt es zum Direktduell im Abstiegskampf gegen Frick. Wie wollen Sie verhindern, dass ihre Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen abhebt?
Wir versuchen, den Jungs klar zu machen, dass sie jedes vergangene Spiel umgehend wieder vergessen und sich auf die nächste Partie fokussieren sollen. Unser Kader ist aufgrund der eingangs erwähnten Gründen bewusst nicht mehr so breit wie in der Vorrunde und doch rotieren wir immer mal wieder, um frisches Blut reinzubringen. Das hat bis anhin ganz gut geklappt und wir hoffen natürlich, dass wir unseren Lauf fortsetzen können.

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