Aargauischer Fussballverband

7. Aargauer Fussball-Nacht mit Gilbert Gress und Massimo Rocchi

Über 450 Gäste im ausverkauften Campussaal in Brugg/Windisch kamen an der bereits 7. Aargauer Fussball-Nacht in den Genuss eines wunderbaren Abends. Der FC Muri (vorbildlichster Verein), bereits zum 3. Mal Gezim Zeqiraj (Topskorer Saison 2017/18), Jacqueline Strauss (Funktionärin des Jahres) und Michael Leuenberger (Schiedsrichter des Jahres) waren die grossen Sieger.

Auch an der 7. Ausgabe führte SRF-3-Moderatorin Judith Wernli wie gewohnt mit viel Charme und Witz durch den Abend. Zu den Höhepunkten zählten die Ehrungen von verdienten Persönlichkeiten aus der Aargauer Fussballszene. Zunächst durfte Gezim Zeqiraj vom FC Othmarsingen die Torjägerkrone aus den Händen von Aarau-Sportchef Sandro Burki entgegennehmen. Für Zeqiraj bedeute es nach 2015 und 2017 bereits die dritte (!) Topskorer-Ehrung in 4 Jahren – im Gegensatz zur Saison 2016/17 war der Ausgang in der letzten Spielzeit deutlich knapper; erst in der Nachspielzeit am letzten Spieltag gelang Zeqiraj sein 32. Saisontreffer, womit er quasi in letzter Sekunde seinen härtesten Widersacher Durim Ibrahimi vom FC Frick noch überflügelte. In der abgelaufenen Vorrunde war Zeqiraj in 12 Partien für seinen FC Othmarsingen 10-mal erfolgreich, 5 weniger als der aktuell führende Klingnauer Shqiprim Thaqai. "Ich habe zwar momentan noch 5 Tore Rückstand", sagte Zeqiraj, der mit seinen beiden Söhnen auftrat, "doch wer mich kennt, der weiss, dass ich alles daransetzen werde, um auch nächstes Jahr wieder auf dieser wunderbaren Bühne zu stehen.“

Leuenberger, Strauss und FC Muri geehrt
Zum „Schiedsrichter des Jahres“ wurde Michael Leuenberger (Oftringen) von FIFA-Assistentin Belinda Pierre gekürt, aufs Podium geschafft haben es Davor Nevistic und Bekir Albayrak. Seit nunmehr 25 Jahren arbitriert Leuenberger und zeigte sich nach der Ehrung sichtlich gerührt: „Es ist quasi das I-Tüpfelchen und eine Art Auszeichnung für mein Lebenswerk!“ Als ob die Auszeichnung zum „Schiedsrichter des Jahres“ nicht Grund zur Freude genug gewesen wäre, feierte Leuenberger an diesem Tag auch noch den 5. Jahrestag mit seiner Partnerin Nicole. „Es ist schlicht der perfekte Abend!“, schwärmte der 41-Jährige.

Bei der Wahl zum "Funktionär des Jahres" machte Jacqueline Strauss vom FC Baden das Rennen: Seit über 27 Jahren ist Strauss die „gute Fee“ des FCB – wie Leuenberger zeigte sich auch Strauss überwältigt: „Der Preis ist eine riesengrosse Ehre. Er gehört aber dem ganzen FC Baden, ohne ihn und den ganzen Staff wäre ich nämlich niemals ausgezeichnet worden.“ Wenn es nach der 53-Jährigen geht, dann wird es in rund 7 Monaten erneut etwas zu jubeln geben: „Ich wünsche mir den Aufstieg in die Promotion League so sehnlichst, schliesslich scheiterten wir in den letzten Jahren mehrmals nur hauchdünn.“ Den Award überreichte Aargauer Regierungsrat Alex Hürzeler. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Hans Hübscher (FC Muri) und Theo Fricker (FC Niederlenz).

Ab sofort kann sich der FC Muri mit dem Titel „Vorbildlichster Verein der Saison 2017/18“ schmücken. Die Freiämter haben in den Kategorien „Fairplay“, „Schiedsricher-Einsätze“, „Engagement“ und „Bussen und Gebühren“ am besten abgeschnitten. Ein sichtlich stolzer Präsident Erich Probst nahm die prestigeträchtige Auszeichnung mit einem Preisgeld von 7500 Franken aus den Händen von Trainer-Kultfigur Gilbert Gress entgegen und freute sich immens. In den weiteren Rängen folgten der FC Frick (2., 4000.- Preisgeld), FC Merenschwand (3., 3000.-), FC Erlinsbach (4., 2000.-), FC Fislisbach (5., 1000.-), SC Schöftland (6., 900.-), FC Baden (7., 800.-), FC Wohlen und SC Zofingen (ex aequo 8., je 700.-) sowie der FC Beinwil am See (10., 500.-). Erstmals überhaupt wurden vom AFV 10 statt wie bis anhin deren 5 Vereine prämiert. Zudem wurde auf dieses Jahr hin die ausgeschüttete Preissumme verdoppelt (insgesamt 21‘000.-).

Aemisegger: „Es war erneut ein wunderbarer Abend!“
Neben den Ehrungen stand das Show-Programm im Zentrum. Zum einen sorgte der renommierte Kabarettist Massimo Rocchi mit seinem unverkennbaren Humor für zahlreiche Lacher im rappelvollen Saal. Danach unterhielt Entertainer Ivo Studer, der im Jahr 2017 zum Yo-Yo-Weltmeister gekürt wurde, die Anwesenden bestens und sorgte für einige staunende Gesichter.

AFV-Präsident Hans Aemisegger zeigte sich ausserordentlich zufrieden: „Es war erneut ein wunderbarer Abend! Unser Anlass hat sich über die Jahre etabliert und ist aus der regionalen Fussball-Agenda nicht mehr wegzudenken.“ (Jonas Manouk)

 

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16.04.2019

Giuseppe Aversa (FC Oftringen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Oftringen hat einen Lauf: In den ersten 4 Partien der laufenden Rückrunde hat man bereits gleich viele Punkte gesammelt wie zuvor in allen 13 Vorrunden-Spielen zusammen, nämlich deren 8. Mit 16 Punkten auf dem Konto haben die Westaargauer mittlerweile zu den Mannschaften über dem Strich aufgeschlossen. Im Rahmen der «drei ???» spricht Trainer Giuseppe Aversa über den Aufschwung seines Teams, seinen Sohn Loris und wie man trotz des aktuellen Höhenflugs nicht abheben möchte.

1. Giuseppe Aversa, Ihrem Team läuft es 2019 richtig rund – was hat sich im Vergleich zur Vorrunde verändert?
Nach der unbefriedigenden Vorrunde gab es für uns keine Zweifel, dass im Winter Veränderungen von Nöten sein werden. Die Teamzusammensetzung und auch die Stimmung innerhalb der Gruppe war nicht mehr optimal, hie und da gab es sogar ‘böses Blut’. Deshalb haben wir einen Schnitt gemacht und uns von einigen Spielern getrennt, da wir bewusst nur noch auf solche setzen wollten, die sich zu 100 Prozent mit dem FC Oftringen identifizieren. Zudem haben wir unsere Trainingsformen etwas angepasst, was sich momentan ausbezahlt. Es sind jedoch erst 4 Partien gespielt, die ‘harten Brocken’ stehen uns erst noch bevor.

2. Ihr Sohn Loris hat beim 3:1 gegen Niederwil den letzten und vorentscheidenden Treffer beigesteuert, es war sein 1. Saisontor – wie ist es, wenn man den eigenen Sohnemann im Team hat?
Dieser Umstand ist doch sehr speziell, zumal Loris bereits vor mir unter dem damaligen Trainer Hansruedi Birrer Einsätze in der 1. Mannschaft hatte, ich stiess dann ein Jahr später dazu. Als Trainer muss man schon aufpassen, dass man mit dem eigenen Sohn nicht härter ins Gericht geht als mit anderen Spielern. Sie wundern sich nun bestimmt, da für Sie wie für viele andere die Gefahr grösser zu sein scheint, dass man den Junior besser als andere behandelt. Bei mir ist das Gegenteil der Fall, ich muss mich eher zügeln, damit ich von ihm nicht zu viel fordere. Aber in der Tat ist es eine Herausforderung für einen Vater, man sieht auch oft, dass gewisse Trainersöhne als Captain die Nummer 10 tragen und bevorzugt werden. Aber wie gesagt, meine Tendenz geht in die diametral andere Richtung. Das sieht man beispielsweise rein an seinen Spielminuten, die er erhält. Gegen Niederwil stand er aufgrund unserer aktuellen personellen Situation in der Startelf und hat seine Sache durchaus ansprechend gemacht.

3. Am Mittwoch kommt es zum Direktduell im Abstiegskampf gegen Frick. Wie wollen Sie verhindern, dass ihre Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen abhebt?
Wir versuchen, den Jungs klar zu machen, dass sie jedes vergangene Spiel umgehend wieder vergessen und sich auf die nächste Partie fokussieren sollen. Unser Kader ist aufgrund der eingangs erwähnten Gründen bewusst nicht mehr so breit wie in der Vorrunde und doch rotieren wir immer mal wieder, um frisches Blut reinzubringen. Das hat bis anhin ganz gut geklappt und wir hoffen natürlich, dass wir unseren Lauf fortsetzen können.

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