Aargauischer Fussballverband

Eagles Aarau sind Aargauer Meister!

Der FC Eagles Aarau hat die Finalissima gegen Klingnau mit 3:0 klar für sich entschieden und steigt somit in die 2. Liga interregional auf. Derweil müssen Fislisbach und Spreitenbach den Gang in die 3. Liga antreten.

Rekordverdächtige 814 Zuschauer pilgerten am Samstagnachmittag in den Aarauer Schachen. Dieser war Schauplatz der «Finalissima», wobei der Herausforderer aus Klingnau einen Sieg gegen den Leader Eagles Aarau benötigt hätte, um diesen auf der Ziellinie noch abzufangen. Doch es kam völlig anders: Bereits nach einer halben Stunde lagen die Hausherren dank Toren von Altin Gashi und Albert Marku mit 2 Längen voraus. Die letzten Klingnauer Hoffnungen auf einen Coup zerschlugen sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Meriton Bytyqi für die Vorentscheidung besorgt war. Für Klingnau war es nach 12 (!) Siegen in Serie die erste Niederlage.

Hinter den Eagles und Klingnau den hervorragenden 3. Schlussrang sicherte sich der FC Mutschellen dank eines 4:3-Sieges in Othmarsingen. Beim FCO traf Gezim Zeqiraj in der Schlussphase doppelt und holte damit mit 32 Saisontreffern in extremis erneut die Torjägerkrone. Sein Widersacher Durim Ibrahimi vom FC Frick war beim 6:0-Sieg über Spreitenbach 3 Mal erfolgreich und erzielte damit 31 Saisontore.

Vor der Schlussrunde war neben der Meistersfrage auch die Frage nach den letzten Absteigern noch offen. Die Fislisbacher erfüllten im Heimspiel gegen das bereits gerettete Gränichen problemlos und siegten souverän mit 5:0, wobei sich Tobias Schneider und Patrick Meier als Doppeltorschützen auszeichnen konnten. Da aber auch Konkurrent Suhr in Gontenschwil gewann, war der FCF-Sieg wertlos und so muss die Mannschaft von Trainer Pascal Brühwiler nach nur einer Saison den Gang in die 3. Liga antreten. Und auch der FC Spreitenbach verpasste seine theoretische Chance auf den Ligaerhalte beim 0:6 in Frick deutlich.

Beim 4:3-Sieg von Lenzburg über Mellingen ging es für die Lenzburger vor allem darum, keine Karten zu erhalten und sich so den Fairplay-Titel zu sichern. Damit wird der FCL am 17. August das traditionelle Kickoff-Spiel der nächsten Saison gegen den 3.-Liga-Meister austragen. Dieser machen der FC Niederwil und der FC Oftringen am kommenden Mittwoch in Niederwil unter sich aus. Während Oftringen bereits eine Runde vor Schluss den Aufstieg schaffte, gewann Niederwil in der 3.-Liga-Finalissima in Neuenhof mit 2:1 und schaffte so den Sprung in die 2. Liga AFV.

Die Schlusstabelle 2. Liga AFV:

1. FC Eagles Aarau 26 19 2 5 (107) 85 : 31 59  
2. FC Klingnau 26 17 3 6 (102) 67 : 42 54  
3. FC Mutschellen 26 14 4 8 (58) 61 : 43 46  
4. FC Gontenschwil 26 13 5 8 (53) 62 : 54 44  
5. FC Lenzburg 26 13 4 9 (48) 69 : 44 43  
6. FC Frick 26 11 5 10 (58) 65 : 63 38  
7. FC Othmarsingen 26 11 3 12 (59) 63 : 59 36  
8. FC Kölliken 26 11 2 13 (64) 56 : 53 35  
9. FC Mellingen 26 7 9 10 (65) 44 : 54 30  
10. FC Suhr 26 8 6 12 (92) 49 : 61 30  
11. FC Gränichen 26 8 6 12 (93) 43 : 68 30  
12. FC Fislisbach 26 8 4 14 (54) 44 : 63 28  
13. FC Spreitenbach 26 7 3 16 (64) 28 : 55 24  
14. FC Koblenz 26 6 2 18 (138) 35 : 81 20  

 

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24.08.2018

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07.11.2018

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten! In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 366 Mal im Netz, was im Schnitt ziemlich genau 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der überragende FC Kölliken zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter lauern aber 4 Teams innerhalb von 3 Zählern auf Ausrutscher der Kölliker – mitten im «Konzert der Grossen» spielt auch der verblüffende Aufsteiger aus Niederwil mit! Auch um den ominösen Strich liegt weiter alles ziemlich nahe beisammen. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur Hinrunde aus?
Meine persönliche Bilanz fällt aus sportlicher Sicht äusserst positiv aus. Ich konnte sehr vielen spannenden und hochstehenden Spielen beiwohnen. Für mich ist es zudem stets wichtig, dass die Spieler gesund durch die Saison kommen und dies ist bis auf wenige Ausnahmen auch den meisten gelungen. In der abgelaufenen Vorrunde hat uns natürlich auch der Wettergott in die Karten gespielt! Für jeden Fussballer ist es schöner, bei guten Terrainverhältnissen spielen und trainieren zu können und auch für uns Zuschauer ist es kein Nachteil (schmunzelt).

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Für viele Experten ist die Tabellenführung des FC Kölliken möglicherweise gar keine grosse Überraschung, da sich die Mannschaft mit «grossen Namen» verstärkt hat. Wer jedoch selber mal Spieler oder Trainer war, weiss, dass Namen alleine noch keine Garantie für Erfolg sind und es enorm wichtig ist, solche Spieler auch führen zu können. Dies macht Marco Wüst offenbar richtig gut, denn das gute Abschneiden dieser Vorrunde nur mit der hohen Qualität der Einzelspieler zu erklären ist mir dann doch zu einfach. Persönlich habe ich jedes Team mindestens zweimal spielen sehen und mir haben vor allem der FC Mutschellen und der FC Niederwil imponiert. In beiden Fällen zeigt sich eindrücklich, dass sich Kontinuität irgendwann mal auszahlt und deshalb kommen für mich die guten Leistungen dieser beiden Vereine keinesfalls überraschend. Doch etwas überraschend ist für mich die Spielweise von Suhr: Sie spielen möglicherweise den attraktivsten Fussball und hätten sie nicht einige klare Führungen zum Schluss noch aus der Hand gegeben, so wäre der Abstand zur Spitze viel kleiner. Für mich ist es zudem eine Überraschung, dass von den fünf Erstplatzierten in der Meisterschaft mit dem FC Klingnau nur ein Team im Viertelfinal des Axpo Aargauer Cups überwintern kann.                                                                        

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Natürlich wünscht man sich als WK-Präsident immer wieder Spannung an der Spitze und auch am ominösen Strich, doch für mich ist es viel wichtiger, dass die Spiele fair und ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen. Dafür verantwortlich sind wir Verbands-Funktionäre, die Schiedsrichter und in erster Linie die Akteure auf und neben dem Spielfeld. Hier wünsche ich mir vonseiten der Spieler und Trainer, trotz allen Emotionen, etwas mehr Gelassenheit und Verständnis gegenüber den Schiedsrichtern. Einige werden sich jetzt wohl denken: «Der Granzotto war ja als Spieler und Trainer auch nicht immer ein Heiliger und jetzt redet er solches Zeugs!» Jene haben vielleicht gar nicht mal ganz so unrecht, und doch betrachte ich das Ganze heute halt aus einer etwas anderen Optik. Schlussendlich sitzen wir aber alle im selben Boot und deshalb wünsche ich mir, dass die Menschen wieder mit etwas mehr Respekt miteinander umgehen würden… Nicht nur im Fussball!

12.09.2018

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