Aargauischer Fussballverband

Wackere Allstars mit starker Leistung gegen Aarau

Im 3. AFV Allstar-Game sind die Allstars dem FC Aarau vor 750 Zuschauern in Schöftland mit 2:4 unterlegen. In der 2. Hälfte war eine deutliche Leistungssteigerung der Truppe von Urs „Longo“ Schönenberger auszumachen, sodass man diese gar mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Für das unbestrittene Highlight des Abends war Klingnaus Allessandro Renna besorgt.

Einen Eckball konnte Aarau-Hüter Steven Deana rund 20 Minuten vor Schluss nur bis kurz nach der Strafraumgrenze abwehren. Da stand Alessandro Renna, fasste sich aus über 20 Meter ein Herz, traf den Ball volley perfekt und hämmerte ihn unhaltbar zum 1:4-Anschluss in die Maschen. „Es  war natürlich ein grossartiges Gefühl, gegen einen Challenge-Ligisten zu treffen!“, gab Renna nach dem Schlusspfiff zu Protokoll. „Dabei hatte ich aufgrund des hohen Rhythmus’ bereits nach 20 Minuten das Gefühl, ich bekomme bald Krämpfe und drehte ziemlich im roten Bereich. In den Schuss habe ich dann alles reingepackt, was ich noch hatte!“ Keine 10 Minuten nach Rennas Traumtor stand Andreas Etter vom FC Mellingen goldrichtig und verkürzte gar noch auf 2:4. Auch er strahlte nach Spielende bis über beide Ohren: „Es war wirklich mein Traum, gegen die Profis zu treffen, es ist einfach unbeschreiblich!“

Aarau in 1. Halbzeit deutlich besser
Dabei sah es in der 1. Halbzeit überhaupt nicht gut für die Allstars aus, ja man musste sogar eine veritable Packung befürchten. Aarau riss das Spieldiktat früh an sich und münzte diese Überlegenheit auch in Tore um: Norman Peyretti, Varol Tasar, der vor zwei Jahren noch bei Klingnau in der 2. Liga kickte, und zweimal Gianluca Frontino waren für den FCA erfolgreich, es hätten aber auch noch mehr Treffer fallen können, hätte Allstar-Hüter Fabian Riesen nicht mehrmals mirakulös pariert. Doch auch Dominic Gautschi, der nach der Pause das Allstar-Tor hütete, begeisterte die 750 Zuschauer mit mehreren Glanzparaden und feierte sogar einen persönlichen Shutout.

„Die erste halbe Stunde war sehr gut von uns“, resümierte Aaraus Doppeltorschütze Gianluca Frontino, „danach stellten uns die Allstars immer wieder vor grössere Probleme, grosses Kompliment an die Jungs!“ Vom Allstar-Game zeigte sich Aaraus Nummer 10 hell begeistert: „Ich habe jetzt schon in einigen Kantonen gespielt, doch so etwas wie hier habe ich noch nicht erlebt. Das zeigt, dass der Aargau den Fussball lebt!“

Rahmen: „Hoffe, wir konnten Leuten eine Freude machen“
Aaraus neuer Trainer Patrick Rahmen, für den es der erste öffentliche Auftritt im Aargau nach dem 2:1-Testspielsieg bei GC vergangenen Sonntag war, zeigte sich ob der Darbietung seiner Mannschaft im 2. Durchgang wenig erfreut. „Es war eine äusserst durchzogene Leistung meiner Truppe!“ Gleichzeitig liess es Rahmen aber nicht aus, den Allstars sein Kompliment auszusprechen: „Sie waren wirklich sehr engagiert und gut organisiert. Ich fand es ein super Anlass und ich hoffe, das wir den Leuten eine Freude machen können.“ Dieses Ziel verfolgt Rahmen auch im Hinblick auf die bevorstehende Saison: „Wir wollen die Menschen mit unserer Art Fussball zu spielen begeistern, damit sie gerne ins Stadion kommen!“ Um dieses Ziel erreichen, werde man sicherlich noch auf dem Transfermarkt aktiv werden: "Gerade im Sturm besteht noch Handlungsbedarf!"

Ähnlich wie Rahmen zeigte sich auch Allstar-Trainer Schönenberger nur bedingt zufrieden: „In der 1. Halbzeit habe ich so einiges vermisst, das war wirklich nicht gut von uns“ Nach dem 0:4 habe auch er kurz Angst vor einer Kanterniederlage gehabt: „Ich habe dies mal als Trainer in Altach in Österreich erlebt, als wie bei Rapid Wien mit 1:8 untergingen. So etwas möchte man wenn möglich nicht mehr erleben.“ Man habe gespürt, dass sich die Aarauer nach dem Remis im letzten Jahr heute besser präsentieren möchten. „Aufgrund der 2. Hälfte bin ich wirklich stolz auf meine Truppe“, sagte Schönenberger, „es macht einfach enorm Spass, mit solchen Jungs zusammenzuarbeiten.“ Das Schlusswort gehörte dann Traumtorschütze Renna: „Ich habe es wirklich enorm genossen, wir sind in dieser kurzen Zeit zu einer kleinen Familie zusammengewachsen.“ (Jonas Manouk)

 

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24.08.2018

Hattrick

16.10.2018

Manuel Calvo (FC Suhr)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Suhr hat aktuell das, was man im Sport-Jargon einen «Lauf» nennt: Das 4:1 gegen den amtierenden Cupsieger aus Klingnau war wettbewerbsübergreifend der 6. Sieg in Folge, zuletzt konnte man mit Rothrist, Niederwil und eben Klingnau gleich 3 Spitzenteams nacheinander bezwingen – in der Meisterschaft liegen die Westaargauer damit nach doch eher mässigem Saisonstart bereits auf Rang 4. Seit dieser Saison an der Seitenlinie der Suhrer steht Manuel Calvo, der als Spieler des FC Aarau um die Jahrtausendwende 19 Einsätze in der Super League bestritt. Nach dem souveränen Sieg über Klingnau stellte sich der 37-Jährige den «drei ???».

1. Manuel Calvo, Ihre Mannschaft verschoss gegen Klingnau nach einer halben Stunde einen Elfmeter, nachdem man kurz zuvor den 1:1-Ausgleich kassiert hatte, um 30 Sekunden nach dem Fehlschuss doch noch 2:1 in Führung zu gehen. Was ging Ihnen nach dieser turbulenten Phase durch den Kopf?
Ein Elfmeter sollte natürlich immer reingehen, ganz klar. Nichtsdestotrotz reagierten wir hervorragend und trafen kurz darauf durch Ahmet Ceker, der den Elfmeter verschossen hatte, doch noch zum 2:1, was uns natürlich ungemein Auftrieb gab. Wieder bekamen die Zuschauer auf der Hofstattmatte Spektakel geboten, ganz kurz erinnerte ich mich an das 4:4 zuhause gegen Aarau 2, als wir in den letzten 10 Minuten eine 4:0-Führung noch verspielt hatten. Rückblickend war dieses 4:4 aber eine Art Kehrtwende, denn seit diesem Tag haben wir alle 6 darauffolgenden Pflichtspiele für uns entscheiden können. Ich habe nach diesem denkwürdigen Spiel mit der Mannschaft viel mental gearbeitet, was sich nun offensichtlich ausbezahlt.

2. Bis zum Start ihrer Siegesserie holten Sie aus den ersten 6 Partien lediglich 5 Punkte. Wie erklären Sie sich die markante Leistungssteigerung Ihrer Truppe?
Letzte Saison war eine schwierige für den FC Suhr. Man befand bis zuletzt tief in Abstiegskampf und konnte sich den Ligaerhalt nur dank eines Sieges in Gontenschwil in der letzten Runde sichern. Die Nachwehen der turbulenten letzten Saison waren bis zuletzt noch in den Knochen und Köpfen der Spieler, das habe ich gemerkt. Zudem haben wir Goran Antic und Dario Dussin nach Kölliken ziehen lassen müssen – wohl 2 der besten Spieler in der 2. Liga AFV. Trotzdem stimmten die Leistungen auf dem Platz auch bereits zu Saisonbeginn, das Mentale war eher das Problem. Da haben wir den Hebel angesetzt. Weiter verfüge ich über ein qualitativ hervorragendes Kader, da hat unser Sportchef tolle Arbeit geleistet.

3. Seit diesem Sommer sind Sie Trainer des FC Suhr. Wie haben Sie sich eingelebt und wo möchten Sie mit dem FCS diese Saison noch hin?
Ich war schon als aktiver Spieler beim FC Suhr tätig, von daher kenne ich sehr viele Leute, die Sportanlage und sogar noch einige Spieler, die mit mir zusammen gespielt haben. Der FC Suhr ist sicherlich ein spezieller Verein, eine Art «FC Hollywood», wo immer mal wieder grosse Spieler wie eben beispielsweise ein Goran Antic oder Dario Dussin hinwechseln. Das ist aber auch das Spannende an unserem Verein, der stark polarisiert, dem bin ich mir bewusst. Am Ende des Tages möchten wir uns aber auf Fussball konzentrieren, was uns aktuell ganz gut gelingt. Wenn wir diese Saison unter den «Top 5» abschliessen sollten, wären alle sehr zufrieden. Die letzten beiden Spiele vor der Winterpause gegen Lenzburg und Othmarsingen, die beide ebenfalls sehr gut in Form sind und je 4 Siege aneinanderreihten, könnten wegweisend werden.  

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

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27.05.2014

Penalty-Poker

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