Referees

«Das Schiedsrichter-Trainingslager ist so professionell wie nie zuvor»

  • 18.01.2018

In diesen Tagen bereiten sich die Schweizer Spitzenschiedsrichter und ihre Assistenten auf die zweite Saisonhälfte vor. Enger Beobachter auf Gran Canaria ist auch Laurent Prince. Die Zwischenbilanz des SFV-Sportdirektors fällt höchst positiv aus.

Laurent Prince, wie präsentiert sich Ihr Fazit nach vier Tagen Schiedsrichter-Trainingslager?
Sehr, sehr positiv.

Das müssen Sie jetzt sagen als SFV-Sportdirektor…
Moment (er begrüsst Heinrich Schifferle, den Präsidenten der Swiss Football League, der mit Adrian Knup, Head of Sports der SFL, auf ihn zukommt und spontan das Wort ergreift: «Du kannst sagen, dass ich begeistert bin, wie hier gearbeitet wird.») Genauso ist es: Es wird auf allen Ebenen so professionell gearbeitet wie nie zuvor. Ich will das richtig verstanden wissen: Hier wurde immer sehr seriös und zielorientiert gearbeitet von und mit unseren Schiedsrichtern. Aber jetzt haben sie nochmals eine Schippe draufgelegt. Es macht wirklich Freude. Schön auch, dass nicht bloss die Swiss Football League prominent vertreten ist hier, sondern auch die komplett anwesende Schiedsrichter-Kommission sowie das Ressort Spitzenschiedsrichter. Sie alle konnten davon überzeugen, wie reibungslos und effizient dank der Vorbereitung von Patrick Graf, Bruno Grossen und Cyril Zimmermann gearbeitet wird. Ich bin auch sehr froh darüber, dass Dr. Pierre-Etienne Fournier, der Teamarzt des A-Nationalteams, vor Ort ist und in medizinischer Hinsicht zu einem hervorragenden Setting beitragen kann.

Gibt es einen Bereich, in dem Sie die erwähnte Steigerung besonders feststellen?
Es ist schwierig, einen einzelnen Bereich zu nennen, weil wirklich organisatorisch, in der Theorie und in der Praxis alles top ist. Aber wenn ich etwas besonders hervorheben müsste, dann die Feststellung, dass unsere Spitzenschiedsrichter auch absolute Spitzenathleten sind. Sie sind physisch immer besser parat und quasi mit den erhöhten Anforderungen in diesem Bereich gewachsen. Man spürt hier die Begleitung vom Team um Oliver Riedwyl, dem Konditions- und Physiotrainer des A-Teams, und eben die Leistungsbereitschaft unserer Referees auch in diesem Bereich.

Sie sind als Referent und Gast auch an Theorie-Sitzungen präsent. Wie erleben Sie zum Beispiel die Vermittlung von regeltechnischem Know-how?
Hier profitieren wir zusätzlich von FIFA-Spezialist Manuel Navarro und von der Erfahrung eines Urs Meier oder Ruedi Zahner, der mit den Schiedsrichter-Assistenten arbeitet. Sie alle bringen sich enorm positiv ein, auch mit Hilfe von absolut passenden Video-Sequenzen. Mir hat auch ein Meeting zum Thema Körpersprache sehr imponiert. Diese Diskussion war absolut grossartig. Ein beispielhafter Austausch. Offen. Kritisch. Zielorientiert. Jeder einzelne wollte für sich lernen und gleichzeitig aktiv dazu beitragen, dass jeder auch von ihm lernen konnte.

Spürt man diesen Team-Spirit auch bei der Arbeit auf dem Platz?
Sogar noch intensiver und noch eine Spur direkter in der Analyse als in früheren Jahren. Die Nachwuchsfussballer von Las Palmas unterstützen uns unermüdlich in den Übungen mit Spielsituationen. Taktisch, physisch, praktisch – auf allen Ebenen wird mit einer Beharrlichkeit und einem Mass an Selbstkritik gearbeitet, dass ich getrost behaupten darf: Unsere Schiedsrichter machen sich so fit für die zweite Saisonhälfte wie die Fussballteams in ihren Trainingslagern.

(SFV)


 

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