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Embolo: «Ich brauche das Adrenalin»

  • 02.10.2017

Nach 12 Monaten Verletzungspause ist Breel Embolo zurück im Nationalteam. Im Interview spricht der 20-jährige Offensivspieler über das schwierige letzte Jahr und die zwei bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Ungarn und Portugal.

Breel Embolo, Sie sind fast ein Jahr ausgefallen. Was nehmen Sie mit aus den Erfahrungen, die Sie in den letzten Monaten gesammelt haben?
Das letzte Jahr hat mir sehr viel gebracht. Ich war lange zuhause und hatte viel Zeit. Zeit, die ich sonst nie hatte. Seit ich 10 Jahre alt bin, stand ich immer auf dem Fussballplatz; die Wochen waren immer durchgeplant. Die freie Zeit war schön, aber es ist nicht das, was ich will. Ich brauche das Spiel, die Trainings, das Adrenalin auf dem Platz. In dieser ruhigen Zeit merkte ich, wie sehr ich den Fussball liebe.

Wie war es, mit der U23 von Schalke in der 5. Liga zu spielen?
Die Idee ging von mir aus. Ich war bei Sportvorstand Christian Heidel und sagte: «Ich will spielen. Egal wo und gegen wen, ich will einfach spielen.» Das habe ich ganz klar kommuniziert und auch mit Vladimir Petkovic so besprochen. Dem Verein ist es sehr schwer gefallen, mich spielen zu lassen. Man war recht besorgt um meine Gesundheit.

Doch Sie wollten Spiel- und Wettkampfpraxis, wie sie im Training kaum je simuliert werden können?
Genau! Denn ich spürte: Ich bin physisch so stark wie nie zuvor. Aber wenn ich dann beim ersten Einsatz in der Bundesliga auf einen Gegenspieler treffe, der 10 Spiele in Serie gemacht hat, habe ich einen ganz schweren Stand. Aber ich will unbedingt betonen: Schalke hat sich unglaublich fürsorglich um mich gekümmert. Ich war manchmal etwas ungeduldig, aber ich spürte, dass ich in den allerbesten Händen bin und nichts überstürzen darf.

Wie war der Austausch mit Vladimir Petkovic in jener Zeit?
Top, seit dem ersten Tag. Ich hatte viel Kontakt mit Petkovic, wir haben häufig telefoniert und er hat mir Tipps gegeben, was ich noch besser machen kann. Das schätze ich sehr. Es hilft mir, im Kopf frei zu sein.

Was erhoffen Sie sich von den nächsten Tagen mit dem Nationalteam?
Mein Ziel war, schnell wieder auf dem Platz zu stehen, keine Angst davor zu haben, in die Duelle rein zu gehen und gesund zu bleiben. Und das bin ich nun. Ich habe meine Spielminuten im Verein gehabt. Jetzt freue ich mich riesig auf die Zeit im Nationalteam. Wir sind wie eine kleine Familie. Man freut sich, wenn jemand anderes spielt und ein Goal erzielt. Für mich steht nicht im Vordergrund, ob und wie lange ich spiele. Es zählt nur der Erfolg des Teams. Ich freue mich, dass ich wieder mit den Jungs kämpfen und für unser Land Punkte holen kann.

(mk/Foto: Keystone)


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